Blockade

Mit Beginn der Operation Restoring Hope im April 2015 begann man auch mit der furchtbaren See- und Luftblockade. Bereits vor dem Krieg war Jemen darauf angewiesen 90 Prozent der Lebensmittel zu importieren.[1] Dass eine Luft- und Seeblockade zu einer Katastrophe führen muss, war absehbar, denn auch Hilfslieferungen kommen nicht ins Land.
„Wir können diese Blockade nicht akzeptieren“, sagte UN-Sprecherin Alessandra Vellucci. Immer wieder fordern die Vereinten Nationen und internationale Hilfsorganisationen ein Ende der Luft- und Seeblockade in den Jemen, jedoch seit Jahren ohne Erfolg.
Der Seeweg und Luftraum Jemens wird von Saudi-Arabien vollständig kontrolliert. Sensible bereiche werden auch vermint. Allein zwischen 2014 und 2016 sollen im Jemen mehr als 1.500 Menschen durch Minenexplosionen getötet und weitere 3.000 verletzt worden sein. Es gibt kein Rein und kein Raus. Die Menschen sind gefangen, weshalb wir uns in Deutschland auch nicht über jemenitische Flüchtlinge beklagen können. Es ist gefährlich aus Jemen zu flüchten und genauso riskant den Jemen anzusteuern. Anfang 2017 griff die saudische Kriegskoalition mit einem Apache-Helicopter ein Boot mit somalischen Flüchtlingen an. Dabei starben mindestens 42 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder.

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[1] Aktion gegen den Hunger, Jemen: Hafen von Hodeidah muss sofort wieder geöffnet werden!, https://www.aktiongegendenhunger.de/wir-in-aktion/hunger-krieg-jemen/hafen-von-hodeidah-muss-sofort-wieder-geoeffnet-werden

Bildquelle: Eugenio Castillo Perthttp://www.losbarcosdeeugenio.com/barcos/es/de/bm_F216.html, CC BY-SA 3.0